Heinz G. Konsalik

Das geschenkte Gesicht

Im Winter 1944 überlebt der Wehrmachtsoldat Erich Schwabe nur knapp eine Minenexplosion und kommt mit einer schweren Gesichtsverletzung ins Speziallazarett Schloss Bernegg. Dort versuchen die Chirurgen um Professor Walter Rusch und Doktor Lisa Mainetti, die Gesichter der Verletzten soweit wie möglich wiederherzustellen. Dabei müssen Sie nicht nur gegen die mangelhafte Versorgung mit Medikamenten sondern auch gegen die Nazis kämpfen, die Gesichtsverletzte erneut an der Front einsetzen wollen.

Wie die meisten anderen Gesichtsverletzten hat Erich Schwabe zunächst große Hemmungen, seiner Mutter und seiner Frau gegenüberzutreten. Während er weit weg von seiner Heimatstadt Köln immer wieder operiert wird, taucht der Maurer Karlheinz Petsch zu Hause bei seiner einsamen Frau Ursula auf. Es kommt, wie es kommen muss - Ursula betrügt Ihren Mann, bereut dieses jedoch bitterlich.

Zusammen mit seinen Stubenkameraden erlebt Erich Schwabe das Kriegsende und die Besetzung durch die Amerikaner, in der die Gesichtsverletzten als Kriegsgefangene auf Schloss Bernegg bleiben müssen.

Nach seiner Entlassung kehrt er nach Köln zurück, wo sich Karlheinz Petsch in der Nachbarschaft niedergelassen hat. Erich Schwabe ahnt zunächst nichts und baut mit Karlheinz sogar ein erfolgversprechendes Bauunternehmen auf. Doch kurz vor der Geburt der ersten Tochter von Erich und Ursula erfährt er, dass Ursula und Karlheinz ein Verhältnis hatten.

Er kommt damit überhaupt nicht zurecht, zieht sich von der Welt komplett zurück und arbeitet als Gärtner auf Schloss Bernegg. Auch seine kleine Tochter möchte er nicht sehen, weil er meint, ihr einen Vater mit zerstörtem Gesicht nicht zumuten zu können. Mehrere Jahre lebt Erich Schwabe auf Schloss Bernegg ohne sich um seine Familie zu kümmern. Bis die Ärztin Lisa Mainetti einen Plan schmiedet, um ihn ins Leben zurückzuholen...

"Das Geschenkte Gesicht" ist nicht nur die Geschichte von Erich Schwabe, sondern auch die der anderen Gesichtsverletzten. Walter Hertz, der sich unglücklich in die Tochter reicher Nazis verliebt. Kaspar Bloch, der monatelang vortäuschen muss, dass er taub ist. Fritz Adam der wegen seines zerstörten Gesichts von seiner Frau verlassen wird. Wastl Feiniger, der den Besatzern das jodeln beibringt. Major Braddock, der viel menschlicher ist, als er zugeben will. Und nicht zuletzt Professor Rusch und Dr. Mainetti, die alles riskieren, um Ihre Patienten zu retten.


Meine Meinung zu diesem Roman:

Ich habe diesen Roman schon dreimal gelesen und ich kann ihn uneingeschränkt weiterempfehlen. Konsalik versteht es wunderbar, einem die Einzelschicksale in diesem Buch nahezubringen und die Charaktere symphatisch zu beschreiben. Ich werde "Das geschenkte Gesicht" sicherlich auch noch ein viertes, fünftes und sechstes Mal lesen. :-)


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