Marie Louise Fischer

Familiensaga Weigand/Rosenbaum

Band 1: Eine Liebe in Berlin

Band 2: Das Mädchen Senta

Band 3: Die Ehe der Senta R.

Band 4: Für immer. Senta


Die Hauptcharaktere:

-Senta Weigand, die von Justus Weigand großgezogen wird

-Dr. Justus Weigand, Sentas Pflegevater

-Stefanie von Stucken, die spätere Frau von Justus Weigand

-Clementine Hegert, die Cousine und zweite Frau Justus Weigands

-Nils und Karl-Friedrich Weigand, die Söhne von Justus Weigand

-Siegfried Rosenbaum, der spätere Ehemann Sentas


Eine Liebe in Berlin

In der Silvesternacht 1899 hilft der junge Medizinstudent Justus Weigand der kleinen Senta auf die Welt. Deren Mutter will sie nicht behalten, deshalb nimmt er sich des Mädchens an und bringt es zunächst in der Charit� unter.

Über einen Freund lernt er Stefanie von Stucken kennen. Er verliebt sich in die Tochter reicher Eltern, doch diese wollen nichts von dem armen Studenten wissen, der natürlich keine standesgemäße Partie ist. Stefanie erwidert seine Gefühle, muss sich jedoch dem Willen ihrer Eltern beugen, die andere Heiratspläne für sie haben. Clementine, Justus Weigands Cousine, verliebt sich ebenfalls in den gutaussehende jungen Mann, der aber nur an Stefanie interessiert ist.

Egon von Stucken, Stefanies Bruder, hat eine unglückliche Affäre mit Lotte Mielke, die ihn später derart finanziell ruiniert, dass sein Vater, der Bankier von Stucken, sein gesamtes Vermögen verliert. Dieser Schicksalsschlag hat aber auch sein Gutes: Justus und Stefanie können heiraten und nehmen die kleine Senta zu sich.


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Das Mädchen Senta

Senta lebt als Pflegekind bei Justus und Stefanie Weigand, die zusammen zwei Söhne haben. Justus vernachlässigt seine Familie, weil er nur mit dem Schicksal seiner Patienten beschäftigt ist. Stefanie stirbt an Tuberkulose und Justus heiratet seine Cousine Clementine. Diese sorgt dafür, dass Justus seine Arbeit als Arzt für die armen Leute aufgibt und eine neue Praxis eröffnet, in der er wesentlich mehr Geld verdient.

Egon von Stucken, der Bruder Stefanies, kommt zurück nach Berlin und heiratet Henriette, die Sprechstundenhilfe von Justus Weigand. Gemeinsam wandern sie nach Amerika aus. Der erste Weltkrieg bricht aus und Justus meldet sich als Arzt an die Front. Senta verliebt sich in einen jungen Mann, doch das Glück ist nur von kurzer Dauer. Zwischen Clementine und Senta kommt es zu einem heftigen Zerwürfnis, als Clementine sie über ihre wahre Herkunft unterrichtet. Senta verlässt ihr Zuhause und arbeitet als Krankenschwester. Dort findet sie auch ihren Vater wieder, der im Krieg verwundet wurde.

Nach dem Krieg sucht sich Senta eine Stelle als Stenotypistin in einer Anwaltskanzlei, wo sie ihre große Liebe, den Anwalt Siegfried Rosenbaum, kennenlernt.


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Die Ehe der Senta R.

Senta führt ein gesichertes und wohlhabendes Leben mit ihrem Mann Siegfried und ihren beiden Söhnen. Doch das Jahr 1930 kündigt auch Unheil an: Ihr Bruder Karl-Friedrich ist überzeugter Nationalsozialist. Wegen ihm nehmen sich zwei junge Frauen, die sich in ihn verliebt hatten, das Leben. Siegfried betrügt Senta. Clementine Weigand zieht sich aufgrund ihrer geistig behinderten kleinen Tochter immer mehr von der Welt zurück und Justus Weigand verliebt sich in seine blutjunge Arzthelferin.

Die politischen Verhältnisse werden für die Rosenbaums immer bedrohlicher. Schließlich gelingt ihnen jedoch die Ausreise nach Amerika, wo sie eine neues Leben beginnen wollen.


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Für immer. Senta

Dieser abschließende Roman der Familiensaga spielt in der Zeit nach 1945. Senta und Siegfried Rosenbaum, die vor dem Krieg nach Amerika flüchten mussten, kehren nach Deutschland zurück, weil Siegfried sich von Sentas Bruder Karl-Friedrich wegen gesundheitlicher Problemen behandeln lassen will.

Man erfährt ausführlich, wie es Sentas Geschwistern ergangen ist. Nils lebt nun in Ost-Berlin und erzieht seine Kinder Beate und Golon nach den sozialistischen Grundsätzen. Karl-Friedrich ist ein angesehener Chirurg in München geworden, doch um seine Ehe ist es schlecht bestellt. Als seine Frau Margit ihm gesteht, dass der Sohn David nicht von ihm ist, sondern dass sie nach dem Krieg von einem Russen vergewaltigt wurde, verstößt er das Kind. Margit fährt mit David zu Justus Weigand nach Berlin, die beiden Töchter Eva und Ruth bleiben in München. Vivian, Sentas Tochter, verliebt in einen jungen Mann. Doch ein Unfall, bei dem er ums Leben kommt, beendet diese Liebe auf tragische Weise.

Schließlich treffen sich alle wieder zu Justus Weigands 75. Geburtstag in Berlin. Karl-Friedrich und Margit sprechen sich aus und retten ihre Ehe, Siegfried geht es wieder gut, Vivian hat sich von ihrem Schock erholt - und Justus Weigand stirbt.


Meine Meinung zu dieser Romanreihe:

Mir haben die drei ersten Bände im Grunde gut gefallen. Die Tatsache, dass auch die historischen Begebenheiten nicht ausgeklammert wurden und dass die Figuren nicht nur lieb und nett und wunderschön waren (vgl. V.C. Andrews ;-)), finde ich sehr positiv. Am letzten Band hat mich etwas gestört, dass immer wieder zwischen drei "Welten" hin und hergesprungen wurde. Die vielen neuen Personen, die hinzugekommen sind (Frauen und Kinder und Freunde...) haben mich anfangs ziemlich verwirrt, so dass ich oft überlegen musste, wer denn jetzt zu wem gehört. Sonderlich anspruchsvoll sind diese Romane natürlich nicht, aber Unterhaltung und gute Lesbarkeit haben ja auch was für sich...

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