Von früher bis heute

Mein Leben und ich

Eine Horrorgeschichte

Wir schreiben den 9. Mai 1983. Der Tag an dem der Horror beginnt. Der Tag des Schicksals. Dunkle Wolken schweben bedrohlich über einem unscheinbaren Krankenhaus im finsteren Westerwald. Die Sonne wagt sich nicht durch die Wolken, als würde selbst sie sich vor den kommenden Ereignissen fürchten und in dunkler Vorahnung erstarren. An diesem Tage wird frühmorgens ein Baby geboren, das das Leben vieler Menschen verändern wird. Äußerlich sieht es aus wie ein normales Baby - süß. Aber was in seinem Inneren vorgeht, das kann niemand wissen. Und vielleicht ist es auch gut so, dass es niemand weiß. Denn dieses Baby wurde mit einem finsteren Auftrag auf die Erde geschickt.

Um diesen Auftrag auszuführen, muss es natürlich erst einmal erwachsen werden. Dabei gilt die Devise: auf gar keinen Fall auffallen. Das gelingt dem Kind gut. Niemand würde erahnen, dass es nicht so ist, wie es zu sein vorgibt. Es tut normal, gaukelt allen eine glückliche Kindheit auf dem Lande vor, in der es auf Bäume klettert, Fahrrad fährt und spielt wie jedes andere Kind auch. Auch schulisch tanzt es nie aus der Reihe. Nach der Grundschule wechselt es auf die Realschule, und nach der Realschule auf das Gymnasium, wo es ein durchschnittliches Abitur macht.

Mit seiner Berufswahl jedoch zeigt das Kind, das inzwischen erwachsen geworden ist, den ersten erkennbaren Schritt in Richtung Erfüllung des dunklen Auftrags. Es macht eine Ausbildung als Mediengestalterin um alle Tricks und Kniffe der unbewussten Beeinflussung unaufällig zu lernen. Noch hat es nicht genug Erfahrungen gesammelt. Noch sind wir sicher vor ihm. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis es sein schreckliches Werk vollführen wird.

Ein Märchen

Es war einmal ein junges Paar. Sie waren glücklich verheiratet und wohnten gemeinsam in einer schönen Mietwohnung. Doch etwas fehlte noch zu ihrem Glück - ein Kind. Doch schon bald wurde die Frau schwanger und gebar ein kleines Mädchen. Die Kleine war so allerliebst, dass sie alle sofort ins Herz schlossen. Die Familie verlebte eine glückliche, wenn auch für die Eltern arbeitsreiche Zeit. Sie hatten nämlich beschlossen, ein eigenes Haus zu bauen, was auch viel Eigenleistung erforderte. Als das Kind 5 Jahre alt war, zogen sie in das neue Haus ein. Das Mädchen freute sich sehr über das große neue Zimmer. Kurz darauf wurde es eingeschult und da es immer lieb und fleißig war, bekam es in der Grundschule auch gute Noten.

Das neue Haus war für die kleine Familie eigentlich zu groß. Deshalb freuten sich alle sehr, als 8 Jahre nach der Geburt des Mädchens noch ein Junge geboren wurde. Dieser entwickelte sich zu einem lustigen kleinen Kerl, der zum Beispiel Sachen sagte wie "Mond sieht komisch aus - hat Licht an." Das Mädchen mochte sein Brüderchen ebenfalls sehr gerne, auch wenn sie sich manchmal stritten.

Nachdem es die Grundschule verlassen hatte, ging es nun auf die Realschule "in der Stadt" und danach auf das Gymnasium, ebenfalls "in der Stadt". Kurz vor seinem Abitur lernte es seinen Traumprinzen, einen eisenbahnbegeisterten Edelmann aus Sachsen kennen, der glücklicherweise aber nur etwa 100 km entfernt von ihm wohnte und arbeitete. Etwas später zog der Traumprinz um und es lagen nur noch 50 km zwischen ihnen - mit modernen Verkehrsmitteln keine große Entfernung. Doch auch diese Entfernung sollte noch dahinschmelzen, denn eines Tages beschloss das Mädchen, in die Wohnung seines Traumprinzen mit einzuziehen. Die Beiden sind nun schon weit über 6 Jahre glücklich miteinander. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.


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